Hi, i’m Karo

Pronomen: keine / dey, denen

Den größten Teil meines Lebens habe ich in Wien verbracht, mit Aufenthalten in Sankt Petersburg und Istanbul. Ich zeichne, solange ich denken kann. Kreatives Gestalten hat mich immer begleitet und war ein essentieller Bestandteil meines Lebens. Während meines Studiums habe ich mich auf kritischen Feminismus und Autonomie spezialisiert – Themen die zentrale Motive in meinem kreativen Schaffen wurden und mich schließlich zum Tattoowieren geführt haben.
Durch Tattoos können wir selbstbestimmt entscheiden, welche Teile von uns sichtbar werden. Wir können unseren Körper dauerhaft verändern und damit auch, wie andere uns wahrnehmen. Das ist ein berührender und wunderschöner Prozess, und ich fühle mich geehrt, ein Teil davon sein zu dürfen.

Schau dir auf meinem Instagram-Account @kariot.lines mehr von meiner Arbeit an und auf @kariot.flash die verfügbaren Wannados.

Meine künstlerische Sprache

Ich liebe es klare, satte Linien im Zusammenspiel mit zarten Fine Line Elementen zu tattoowieren. Meine Motive werden oft von einem grafischen Minimalismus geprägt – mich fasziniert, wie viel Bedeutung und Ausdruck in einfachen Darstellungen stecken kann.

Kontrast: ich liebe die Spannungen, die entstehen, wenn fließende, organische Linien auf klare Formen treffen.

Freihand: Besonders gerne zeichne ich intuitive, abstrakte Linien direkt auf die Haut, die einen Fluss im Zusammenspiel mit Körperformen kreieren.

Die Philosophie des „Unmasking“

Vielen meiner Motive setzen sich mit Autonomie auseinander – wie sie entsteht, wie sie systemisch eingeschränkt wird und wie ihre Bewertung unsere Wahrnehmung verzerren kann. Meine „Beasts Unmasking“ sind daraus entstanden. Es ist immer besonders schön für mich, wenn sie ausgewählt werden und die richtige Person finden.

„Masking“ ist ein Begriff, der in Gemeinschaften von Menschen mit neurologischen Besonderheiten (ADHS, Autismus, Legasthenie usw.) häufig verwendet wird, um den Prozess zu beschreiben, sich an die neurotypische Gesellschaft anzupassen, um dazuzugehören. „Unmasking“ ist der Prozess, diese Dynamik anzuerkennen und Räume zu schaffen, in denen es nicht mehr nötig ist, Unterschiede zu verbergen.